Spargel

Jedes Jahr mit Beginn der Spargelzeit bekommen Sie ihn täglich von 8:00 bis 19:00 Uhr im Hofladen!

  • täglich frisch
  • direkt ab Hof in Buchholz
  • am LANDPUNKT
  • auf Wunsch auch geschält

Unser Spargel:

blütenweiß und vom Feld direkt auf den Tisch! Egal, ob Sie an unserem Spargelbuffet schlemmen oder in der heimischen Küche Rezepte selbst ausprobieren, frischer Spargel ist immer ein großer Genuss.

Um die zarten Spargelstangen zu ernten, ist langjährige Erfahrung nötig. Unsere fleißigen Helfern ernten die Stangen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.

Die Spargelernte auf Lödings Bauernhof am See beginnt meist Anfang / Mitte April und endet meist um den 24. Juni (Johanni).

Nach der Ernte lassen wir das Spargelkraut wachsen, damit die Pflanze über die Blätter auf natürlichem Wege Kraft für das nächste Jahr sammeln kann.

Melden Sie sich für unseren „Ernte-Melder“ an und wir senden Ihnen eine Email wenn unsere Ernte beginnt.

Informationen zum Spargelanbau auf Lödings Bauernhof am See

  • erste Ernte 1985
  • Vermarktung zu 100 % direkt: Hofladen, LandPunkte (eigene Verkaufsstände), Restaurants, eigene Bauernhofgastronomie

Ansprüche der Dauerkultur Spargel

  • 2-jährige Vorbereitung der Flächen
  • leichte Sandböden
  • steinfreie Böden
  • keine Staunässe
  • Pflanzung einjähriger Rhizom-Pflanzen, seit 2011 auch Sämlinge (Erdpresstöpfe)
  • Sorten: männliche und weibliche Hybride

das Spargel stechen:

  • Anstich von Rhizompflanzen: ein Jahr nach der Pflanzung: ca. 10-14 Tage
  • zwei Jahre nach der Pflanzung: 4 Wochen
  • danach volle Erntezeit bis max. 24.Juni (Johanni)

Möglichkeiten zur Erntesteuerung (Verfrühung/Verspätung)

  • Abdeckung mit Folie > Spargel bleibt weiß > leichter zu vermarkten, höhere Erträge, > höhere Stechleistung

Heutiges Standardverfahren: schwarz-weiße Folie. Bei Bedarf kann die Folie gedreht werden, so erwärmt der Boden bei nach oben gedrehter schwarzer Folie schneller. Mit der weißen Seite oben erwärmt der Boden noch langsamer, als wenn er gar nicht bedeckt wäre. Dieses nutzt man für Flächen, auf denen man einen späten Erntebeginn wünscht, um diese Flächen wirklich bis 24. Juni stechen zu können.

Auch während der Ernte wird je nach Witterung die Folie als Erntesteuerungsinstrument eingesetzt, um ggfs. ein zu schnelles wachsen bei hohen Temperaturen zu vermeiden, damit die Spargelanlagen nicht überfordert werden. Dies könnte zu Mindererträgen in den Folgejahren führen.

Verfrühungsverfahren:

Minitunnel =Doppelabdeckung (Schwarz-weiße Folie mit schwarzer Seite oben, darüber Federstahlbügel, darüber transparente Thermofolie).

Zwischen den beiden Folien entsteht ein Luftpolster mit isolierender Wirkung. Die Dammoberflächen erwärmen aufgrund der schwarzen Folie sehr stark. Das Luftpolster hat isolierende Wirkung und verhindert ein starkes herunterkühlen des Dammes in der Nacht.

Dadurch kann die Erde mit zunehmender Sonnenstrahlung schneller erwärmen. Die notwendige Temperaturen von 12°C im Wurzelbereich der Pflanze wird schneller erreicht. Die Spargelernte kann auf diese Weise um etwa 7-10 Tage gegenüber dem Standardverfahren der einfachen Abdeckung mit schwarz-weißer Folie verfrüht werden.

Sorten:

Heute ist es üblich sowohl frühe als auch späte Spargelsorten anzubauen. Dadurch erreicht man einen insgesamt wesentlich längeren Erntezeitraum als beispielsweise 1985, als auf Lödings Bauernhof am See der erste Spargel geerntet wurde.

Frühe Sorten beginnen schon bei niedrigeren Temperaturen zu wachsen, als durchschnittliche oder späte Sorten.

Die Kombination aus früher Sorte und Verfrühungstechnik wie dem oben genannten Minitunnel ermöglicht es uns auch in Schleswig-Holstein immer häufiger schon in der ersten April-Dekade mit der Ernte zu beginnen. Diese Flächen, auf denen früh mit der Ernte begonnen wird, werden häufig schon zwischen Mitte Mai und Anfang Juni wieder aus der Beerntung herausgenommen.

Die späteren Sorten werden zunächst mit weißer Folie abgedeckt um die Ernte auf diesen Flächen zusätzlich zu verspäten. Die Folien werden dann so gewendet, dass man meist Anfang Mai mit der Ernte beginnen kann.

Die Erntezeit der jeweiligen Sorten beträgt meistens um die 50 Tage. Durch eine gute Abstimmung erreicht man eine Gesamt-Erntezeit in den Betrieben von häufig 70-80 Tagen.

Ernteende: traditionell Johanni , der 24.Juni.

Nur wenn die Ernte rechtzeitig beendet wird, hat die Spargelpflanze die Möglichkeit ein kräftiges grünes Kraut zu bilden und über die Photosynthese Zucker und andere Reservestoffe einzulagern. Eine verlängerte Ernte würde die Einlagerungszeit empfindlich verkürzen und damit die Pflanze schwächen. Dieses würde zu erheblichen Ertragseinbußen im Folgejahr führen.

Düngung und Pflanzenschutz nach der Ernte:

Nach der Ernte werden die Pflanzen mit Nahrung (Nährstoffen) versorgt damit sie wachsen können. Ohne diese Nahrung würden sie wie jedes andere Lebewesen auch hungern und unter Umständen sogar absterben. Während der Ernte hat der Spargel nur einen sehr geringen Nährstoffbedarf. Es wachsen lediglich die weißen Sprosse geschützt in der Erde. Die hierfür notwendigen Nährstoffe werden problemlos aus dem Wurzelspeicher in die Stange transportiert. Nach der Ernte jedoch wird der Spargel nicht mehr abgestochen. Es bilden sich zunächst lange Triebe, die sich dann verzweigen und zahlreiche kleine Fiederblättchen tragen. Der Spargel entwickelt einen gewaltigen Blattapparat. Für diesen Aufbau werden Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium, Magnesium und Schwefel benötigt. Nur wenn der Landwirt den Pflanzen diese Nahrung in Form vor organischen oder mineralischen Düngemitteln zur Verfügung stellt können die Pflanzen den Blattapparat bilden. Der gesunde Blattapparat ist für die Photosynthese und damit für das Einlagern der sogenannten Reservekohlenhydrate wie z.B. Zucker in die Wurzel zuständig.

Die möglichst ungestörte Entwicklung des Blattapparates wird teilweise durch sehr schnell wachsende Kräuter und Gräser so erheblich beeinträchtigt, dass eine wirtschaftliche Ernte in Gefahr geraten könnte. Unmittelbar nach dem letzten Stechtag werden die Flächen in unserem Betrieb mit einem Grubber mechanisch bearbeitet um Gräser und Kräuter einzuarbeiten und den fest getretenen Boden aufzulockern. Später, wenn man mit dem normalen Trecker gar nicht mehr über den Spargel hinweg fahren kann, setzen wir im Spargelanbau meist einmal, teilweise auch zweimal mit Hilfe einer sogenannten „Hochrad-Spritze“ nach der Ernte verschiedene Herbizide ein. Diese bekämpfen gezielt die auf der Fläche vorkommenden Kräuter und Gräser. Wenn der Spargel erst einmal eine gewisse Größe erreicht hat, kann man sich später entwickelnde Kräuter und Gräser meist tolerieren, da sie keinen negativen Einfluss mehr auf den Spargelertrag nehmen.

In manchen Jahren ist es auch erforderlich die Spargelfliege oder das Spargelhähnchen zu bekämpfen. Diese Schädlinge können eine Spargelanlage in relativ kurzer Zeit so stark schädigen, dass sie nie wieder wirtschaftlich beerntet werden kann.

Auch Pilzkrankheiten wie Grauschimmel (Botrytis) oder Blattflecken (Stemphylium) können dem Spargel sehr stark zusetzen und bei starkem Befall das Einlagern der Reservestoffe verhindern. In den meisten Jahren wird das Spargelkraut im Zeitraum von etwa vier Wochen nach der Ernte bis Anfang September drei mal gegen Pilzkrankheiten behandelt. Diese Pflanzenschutzmittel werden über den Stoffwechsel der Pflanze abgebaut.

Die eigentlichen Spargelstangen selbst, werden nie behandelt, da sich die Pflanzenschutzmaßnahmen auf den Zeitraum außerhalb der Ernte konzentrieren und die zu erntenden Stangen erst im Frühjahr wachsen.